BAFA-Förderung

8 wichtige Fragen zur neuen BAFAHeizungsförderung

Im Rahmen des Programms “Heizen mit Erneuerbaren Energien” gibt bis zu 45% Zuschüsse für ein neues Heizsystem!

Für welche Anlagen gibt es Geld?
Was ist bei der Antragsstellung zu beachten?
Das sind die entscheidenden Fragen. Wir geben die Antworten!

Seit dem 1. Januar 2020 profitieren Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Kommunen, Unternehmen und andere juristische Person von den Förderkonditionen, wenn sie in Ihren Heizungsanlagen erneuerbare Wärme nutzen. Allerdings müssen grundlegenden Voraussetzungen und Bedingungen erfüllt sein.

1. Muss die Bestandsheizung ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben, damit die Förderung in Anspruch genommen werden kann?

Grundsätzlich muss die Bestandsheizung kein Mindestalter erreicht haben. Je nach Alter der Heizung bestehen unterschiedliche Fördervoraussetzungen:

Die Heizung ist jünger als 2 Jahre: Es müssen die Förderbedingungen für Anlagen im Neubau erfüllt werden.
Die Heizung ist 2 Jahre oder älter: Es müssen die Förderbedingungen für Anlagen im Gebäudebestand erfüllt werden.

2. Muss die bestehende Heizung bestimmte Anforderungen erfüllen, damit die Förderung in Anspruch genommen werden kann?

Nein, eine Förderung ist unabhängig von der Art der bestehenden Heizung möglich. Aber eine Ölaustauschprämie kann nur in Anspruch genommen werden, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Ölheizung installiert ist.

3. Für die alte Heizung besteht eine Austauschpficht gemäß EnEV § 10. Bekomme ich trotzdem die Förderung?

Nein, in diesem Fall ist für den Einbau der neuen Anlage und für den Austausch der Ölheizung keine Förderung nach den geltenden Richtlinien möglich.

Jedoch bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, ist eine Förderung bis zum Eigentümerwechsel möglich. Nach einem Eigentümerwechsel ist eine Förderung nicht möglich.

4. Welche Heizungsanlagen werden gefördert, wenn im Gebäude seit mindestens zwei Jahren eine Heizungsanlage in Betrieb ist?

Die Errichtung von Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen und effizienten Wärmepumpenanlagen
+ EE-Hybridheizung, die Kombinationen aus Solarkollektoranlagen mit effizienten Wärmepumpen- oder Biomasseanlagen
+ Gas-Hybridheizungen, d.h. eine Gas-Brennwertheizung in Kombination mit einem erneuerbaren Wärmeerzeuger
+ Renewable Ready, das bedeutet die Technologie-Komponente zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien wird später, nach höchstens zwei Jahren,  ergänzt. Somit kann der Einbau der Gasheizung gefördert werden.

5. Welche Heizungsanlagen werden im Neubau gefördert?

Im Neubau werden thermische Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen und effziente Wärmepumpenanlagen gefördert. Allerdings müssen die Anlagen hier anspruchsvollere Voraussetzungen erfüllen als im Gebäudebestand.

6. Welche Heizungsanlagen werden nicht gefördert?

+ Öl-Hybrid- oder Öl-Brennwertheizungen
Außer es wird eine Ölhybridheizung mit einem förderfähigen erneuerbaren Wärmeerzeuger installiert oder eine vorhandene Ölheizung wird um einen förderfähigen erneuerbaren Wärmeerzeuger ergänzt. Dann kann gefördert werden, sofern die Kosten für den erneuerbaren Wärmeerzeuger separat ausgewiesen werden.
+ Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, wie z.B. Windkraftanlagen, Wasserkraftanlagen, Photovoltaikanlagen.
+ Solarkollektoranlagen ohne transparente Abdeckung auf der Frontseite, z.B. Schwimmbadabsorber, luftgeführte Pelletöfen und Luft-Luft-Wärmepumpenanlagen.

7. Wann und wie muss der Antrag beim BAFA gestellt werden?

Vor Vorhabensbeginn muss der Antrag elektronisch auf der BAFA-Webseite gestellt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.
Alle Kostenvoranschläge für die Leistungen müssen vorliegen.
Sobald der Zuschuss für die Investitionsmaßnahme vom BAFA bewilligt wurde, sind die beantragten Fördermittel für das Projekt reserviert.

8. Muss der Auftraggeber persönlich den Antrag stellen und alle Unterlagen einreichen oder kann das ein anderer übernehmen?

Sie dürfen jemanden, z.B. Handwerker, Anwalt, Verwandter, Nachbar, Energieeffzienzexperten, für das Verfahren bevollmächtigen.
Zur Erteilung einer Vollmacht gibt es ein entsprechendes BAFA-Formular. Dies muss ausgefüllt und vom Auftraggeber unterschrieben werden.

Gerne übernehmen wir die Antragstellung für Sie. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

 

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