Aus Kunst wird Wohnraum – wenn Baustoffe weiterdenken dürfen

Was passiert eigentlich mit Materialien, nachdem ein Projekt beendet ist?

Meistens endet ihre Geschichte im Container. Doch genau hier beginnt derzeit ein spannender Perspektivwechsel in der Architektur.

Das Wohnprojekt „Belle Harbour“ in der Hamburger HafenCity zeigt, wie nachhaltiges Bauen, soziale Verantwortung und intelligente Materialnutzung zusammenfinden können. Das Besondere daran: Rund 500 Aluminiumprofile, die ursprünglich Teil einer temporären Kunstinstallation des Künstlerkollektivs „umschichten“ beim Hamburger Architektursommer 2023 waren, wurden später zu Fensterprofilen eines Wohngebäudes weiterverarbeitet. Dabei geht es nicht einfach nur um klassisches Recycling. Die Profile wurden sortenrein zurückgebaut, geprüft, neu beschichtet und anschließend erneut in den Produktionsprozess integriert. Laut dem beteiligten Metallbauer konnten die Elemente „wie Neumaterial verarbeitet“ werden – ohne Qualitätsverlust.

Gerade im Bauwesen wird zunehmend deutlich, welches Potenzial in der Wiederverwendung hochwertiger Materialien steckt. Denn jedes Bauteil, das nicht neu produziert werden muss, spart Ressourcen, Energie und CO₂. Solche Ansätze der Zirkularität zeigen, wie Materialien möglichst lange im Nutzungskreislauf gehalten werden können. Aluminium spielt dabei eine besondere Rolle: Das Material ist nahezu vollständig recycelbar und kann immer wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Doch Belle Harbour denkt Nachhaltigkeit noch weiter. Das Wohnprojekt wurde speziell für inklusives Wohnen konzipiert und richtet sich unter anderem an Menschen mit Sehbehinderung. Barrierefreie Planung, Orientierungshilfen und gemeinschaftliche Wohnkonzepte gehören ebenso zum Projekt wie ressourcenschonende Architektur.


Für uns bei BAUEN+ENERGIE ist genau dieser ganzheitliche Ansatz entscheidend. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur niedrige Energiekosten oder eine gute Dämmung. Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der Planung, bei der Auswahl der Materialien und bei der Frage, wie Gebäude langfristig gedacht werden.

+ Welche Baustoffe werden eingesetzt?
+ Wie energieeffizient arbeitet das Gebäude?
+ Welche Materialien lassen sich später trennen oder weiterverwenden?
+ Und wie lassen sich Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden?

Genau diese Fragen werden künftig immer wichtiger – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.


Als Energieberater betrachten wir Gebäude deshalb nicht isoliert, sondern als Gesamtkonzept. Denn nur wenn Architektur, Technik, Materialien und Nutzung gemeinsam gedacht werden, entstehen wirklich nachhaltige Lösungen.

Sie planen einen Neubau oder eine Sanierung?

Sprechen Sie uns an. Gemeinsam entwickeln wir ganzheitliche Konzepte für energieeffizientes und zukunftsfähiges Bauen.


Fotos:
+ Stefan Brückner/Schüco International KG
+ Alex Bach Architekturfotografi /Schüco International KG

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