Geplant, gebaut und…

… FERTIG! In ruhiger Höhenlage, zwischen Aukammtal und Sonnenberg steht nun diese  KfW-Effizienzhaus 70.

Auf dem Dach wurde eine Solarthermie verbaut, dadurch wird das warme Wasser mit Solarenergie gewonnen.

+ Energieberatung + Lüftungskonzept: Joachim Schrader, Bauen+Energie
+ Lüftungsanlage: inVENTer

+ PRIMÄRENERGIEBEDARF:
31,56  kWh/qm/Jahr

+ ENERGETISCHER STANDARD:
KfW-Effizienzhaus 70

Gezielt lüften um Schulschließungen zu verhindern

Alle Studien belegen, das regelmäßiges Lüften das Infektionsrisiko verringert. Nach Aussagen vieler Virologen ist die Aerosolkonzentration in der Luft ein wichtiger Faktor für die Ausbreitung von Viren und eine Ursache für ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Was bedeutet, es  werden dringend Lüftungsanlagen in Kindergärten und Schulen benötigt.

Superspreader-Ereignisse zeigen deutlich, dass ein Corona-Infizierter ausreicht, um eine große Gruppe von Menschen in schlecht gelüfteten Gebäuden zu infizieren.

Lüftung erst in Wohnungen, dann in Schulen

Im Wohnungsbau sind Lüftungsanlagen mittlerweile der Standard. Die Energieeinsparverordnungen , die luftdichte Bauweise und der hohe  Wärmeschutz machen kontrollierte Lüftungsanlagen notwendig. Lüftungen mit Wärmerückgewinnung (WRG) steigern zudem die Gebäudeeffizienz und den Komfort innerhalb der Räume. Inzwischen hält auch in Schulen die Lüftungstechnik immer öfter Einzug, leider bislang meist nur in Neubauten. Eine von Schadstoffen befreite und sauerstoffreiche Luft ist aber auch in Altbauten die Grundlage, um konzentriert zu lernen. Da ein Öffnen der Fenster aus energetischer Sicht nicht sinnvoll ist und oft aus  Witterungsgründen nicht immer möglich ist, können schnell nachrüstbare, dezentrale Lüftungsgeräte Abhilfe schaffen.

Welche Belastungen lauern in den Klassenzimmern?

Außenluft weist eine CO2-Konzentration von 500 ppm (Teile pro Million) auf. Der von dem bayrischen Chemiker Dr. Max Josef von Pettenkofer bereits im 19. Jahrhundert festgelegte Grenzwert für CO2-Konzentration in Innenräumen von 1.000 ppm gilt in Deutschland nicht. In Deutschland wurde ein Richtwert für die CO2-Konzentration von 1.500 ppm festgelegt.

Inzwischen ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aber der Meinung, dass dieser Richtwert zu hoch angesetzt wurde. Eine Reihe von Studien hat zudem die erschreckende Erkenntnis erbracht, dass im Schnitt 1.600 ppm in Klassenräumen erreicht werden. In einer Schule lag sie sogar bei 6.000 ppm. Konzentrationsstörungen, Unwohlsein bis hin zu Kopfschmerz bei Schülern und Lehrern sind die Folgen.

Schadstoffe und Viren durch Lüften entfernen

Neben Kohlendioxid können Ausdünstungen von verarbeiteten Materialien, Feinstaub und Radon die Luft im Klassenzimmer belasten. Sie alle reichern die Luft in geschlossenen Räumen ohne Luftzufuhr an und lagern sich im menschlichen Atemtrakt ab. Mit einer Installation von Lüftungsgeräten oder -anlagen könnte gewährleistet werden, dass die Kinder in gut be- und entlüfteten Klassenzimmern konzentriert lernen und eine Ansteckungsgefahr mit Coronaviren deutlich geringer wird.

Im Moment fragen sich alle, die sich mit dem Thema beschäftigen, wie hoch soll die Luftwechselrate denn sein?

„Wie viel Frischluft braucht der Mensch? Pro Person werden ca. 25 bis 36 m3/h Frischluft benötigt, damit die CO2- Werte in einem Wohnraum bei normaler Aktivität möglichst unter 1.000 ppm bleiben (ppm = Parts per Million) und vom Menschen abgegebene flüchtige Stoffe, die Müdigkeit, Gerüche und Befindlichkeitsstörungen bewirken, in ausreichendem Ausmass abgeführt werden.“

Quelle: Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt.

Aktuell wird mit der schnellen Lösung agiert, die Personenzahl, in Veranstaltungsräumen, Bars, Restaurants etc., nach der Lüftung auszurichten. Auf Dauer ist dieser Zustand aber nicht haltbar und es müssen neue innovative Lösungen her. Wir haben ein Beispiel für Sie:
Wenn pro Klassenzimmer eine Belegung mit max 18 Personen festgelegt würde, wäre die Rechnung:

18 Pers. x ca. 30 cbm /Std = 540 cbm/Std Luftwechsel

Wir bieten für diese Situation den IV14-MaxAir von inVENTer an. Dieser Lüfter schafft bis zu 90 cbm/std, das wären für den besagten Klassenraum dann 6 Geräte, hinzu kämen noch die natürliche Infiltration über die Gebäudehülle und gegebenenfalls ein regelmäßiges Stoßlüften. Der ausreichende Luftwechsel kann durch einen CO2 Sensor, der dem Regler der Lüftung vorgeschaltet wird, gewährleistet werden. Hier das Datenblatt als PDF.

Oft ist auch eine Nachrüstung der dezentralen Geräte problemlos möglich. Sind diese Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung versehen, tragen sie zusätzlich zur Verringerung der CO -Belastung und Einhaltung der deutschen und europäischen Klimaziele bei.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir erarbeiten Ihnen gerne Vorschläge zur optimalen Lüftung.

Showroom – unser KLIMAPAKET zum Anfassen in Diez an der Lahn!

FERTIG!

Liebe Kunden und Geschäftspartner,

immer wieder bekommen wir Anfragen von Architekten, Handwerkern + Bauherren nach Referenzen um die Produkte unseres B+E Klimapaketes ansehen, anfassen und fühlen zu können. Wir freuen uns daher unglaublich, Ihnen heute unseren fertigeingerichteten Showroom in Diez zu präsentieren!

Bedingt durch die Pandemie, haben wir von einer Einweihungsfeier Abstand genommen und Ihnen hier eine 360°-Begehung des Showrooms ermöglicht. Natürlich freuen wir uns über jeden Besuch vor Ort, rufen Sie uns einfach unter 06 11/565 01 999-1 an und vereinbaren Sie einen Termin.

 

Wir haben hier einen angenehmen Ort geschaffen, in dem verschiedene Lüftungsgeräte des Herstellers inVENTer originalgetreu verbaut und angeschlossen sind und Sie zudem von Infrarotheizungssysteme von REDWELL in Form verschiedener Heizflächen und Designobjekten, wie coole Lampen und moderne Musikboxen als Teil der Ausstellung erleben können. Und damit dies auch individuell steuerbar bleibt, zeigen wir Ihnen angeschlossene Regelsysteme; vom einfachen Drehregler bis hin zu APP steuerbaren Smart Home Systemen.

Anhand von Mustern und realisierten Projekten präsentieren wir auch unsere Partner SOLARWATT: PV-Anlagen mit Batteriespeicher
BEST:  KÜHL–HEIZ Deckensysteme

Wir laden Sie gerne in unseren neuen Showroom in Diez ein, um konkrete Projekte zu besprechen und um Ihnen + Ihren Kunden ein gutes Gefühl bei Ihrer Entscheidung zu schenken.

In Zusammenarbeit mit unserer Werbeagentur bieten wir eigene Fotos als Vorlage für geniale Bildheizungen mit unterschiedlichen Oberflächen zum Kauf an.

Selbstverständlich beraten wir auch zu energetischen Gesamtkonzepten und KfW Anträgen im Neubau und in der Sanierung.

Neben unserem Standort in Wiesbaden + unserem Büro in Andernach also eine geografisch sinnvolle + überhaupt wundervolle Ergänzung in der Mitte.

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

PS erinnern Sie sich noch? Es war einmal ein Tabakwarengeschäft in Diez 😉

Neue Regeltechnik zu unserem B+E Klimapaket

Wir verbinden Haustechnik intelligent + energiesparend mit dem Regelsystemen von SALUS Controls. Die SALUS Controls GmbH hat ihren Sitz in Mühlheim am Main und ist führender Anbieter im Bereich der elektronischen Steuerung.

Salus Smart Home
MACHT DAS LEBEN EINFACHER

Da die Technologie sich rasant entwickelt und immer mehr Geräte mit Funk arbeiten, wird der Traum eines voll automatischen Zuhauses immer greifbarer. Mit dem SALUS Smart Home bringen wir Sie diesem Traum ein Stück näher. Mit diesem System können Sie Ihre Geräte alle Arbeiten für Sie erledigen lassen; es ermöglicht Ihnen alle Steuerungen über Ihr Smartphone, Tablet oder PC auszuführen. Das SALUS System wird Ihnen Zeit und Energie einsparen, so dass Sie sich auf wichtigere Dinge konzentrieren können.

RT310iSR

Der neue digitale Raumthermostat RT310iSR von SALUS mit seinem Funkrelais und Gateway ist die perfekte Lösung für eine genaue und effiziente Regelung von elektrischen Heizungen, von ÜBERALL mittels App-Steuerung auf dem Smartphone, Tablet oder PC.

Das SALUS Funkrelais kann direkt in eine Unterputzdose gesetzt werden. Mit 16A Schaltleistung kann die komplette Palette der einphasigen, elektrischen Heizungen geregelt werden. Raumthermostat und Funkrelais sind bereits verbunden und können sofort eingesetzt werden.

Es ist keine langwierige Installation notwendig. Der RT310iSR ist ein präziser Raumthermostat mit LCD Anzeige, einfach zu verwenden – durch und durch!

RT310i – Internet Gateway

Das RT310i Gateway verbinden Sie mit Ihrem Router, welches es Ihnen ermöglicht von Überall aus auf ihr System mittels Smartphone, Tablet oder PC zuzugreifen.

Eigenschaften
+
Relais für die Unterputzdose
+ Funkverbindung 868MHz
+ Thermostat und Funkrelais bereits „verbunden“
+ Einfache, intuitive Bedienung
+ Frostschutz und Schlafmodus
+ Über Gateway mit Internet verbunden

 

 

VS30 – Programmierbarer Thermostat

Digitaler, programmierbarer Thermostat für einfache Temperaturreglung von Fussbodenheizungen. Programmierbare Eigenschaften enthalten Wochenprogramm, Nachtabsenkung, Party,- und Urlaubsmodus, welche auf dem Dispaly angezeigt werden.

Eigenschaften
+Unterputz
+Programmierbar
+NSB
+Partymodus
+Urlaubsmodus
+Temporäres Überschreiben
+Permanentes Überschreiben
+3 anpassbare Temperaturbereiche inklusiv Nachtabsenkung
+Externer Sensor (optional)
+Werksseitiges Heizprogramm
+Speicher Backup
+LCD Anzeige
+Frostschutz

 

VS10WRF /BRF – 4 in 1 digitaler Raumthermostat Funk 230V

Programmierbarer 230V Unterputz- Funkthermostat mit digitaler Anzeige zur Temperatursteuerung von Fußbodenheizung oder Heizkörper Systemen. Auch in schwarz erhältlich.

Eigenschaften
+ Unterputz
+ Funk Zigbee
+ 4 verschiedene Funktionen
+ Gruppierung
+ Partymodus
+ Urlaubsmodus
+ Temporäres / dauerhaftes Überschreiben
3 anpassbare Temperaturbereiche inklusive NSB • Optionaler Anschluss für externen Fühler
+ Heizen/Kühlen Option über die KL08RF-Klemmleiste
+ Werkseitiges Heiz/Kühl Programm • Speicher Backup
+ LCD Anzeige

RM16A – Relais Modul

Das RM16A Relais öffnet und schließt Stromkreise je nach Anforderung der angeschlossenen Geräte.

Eigenschaften
+
Das Relais hat 8 Anschlüsse und kann 16A schalten.
+ Es können 12 bis 250 V geschaltet werden (auf potentialfreiem Kontakt).
+ Die Eingänge sind L, N 230VAC / 50Hz, und SL (Steuersignal).
+ Die Ausgänge sind COM, NC (stromlos geschlossen), NO (stromlos offen) und COM und NO für den potentialfreien Kontakt.
+ Abmessungen: 47 x 47 x 20 mm, passend für jede Unterputzdose

 

SPE600 – Smart Plug

Der SALUS Smart Plug wird direkt in eine Steckdose gesetzt. Er ermöglicht es strombetriebene Geräte mit Ihrem Smartphone, Tablet oder PC mittels der SALUS Smart Home App zu steuern. Der SALUS Smart Plug muss mit dem UGE600 (Universelles Gateway) verwendet werden.

Eigenschaften
+ Einfache Zeitprogramme für jede Steckdose
+ Fernabschaltung der Steckdosen anstelle von “Standby”
+ Verbrauchsmessung der Steckdosen
+ Kann mit anderen Geräten des Smart Home
+ Systems verbunden werden
+ Anwendung für Elektrische Heizung
+ Schlank und diskret
+ Verbindet sich automatisch mit dem SALUS • Smart Home Gateway (UGE600)

Tief unten im Heizungskeller schläft sie ihren Dornröschenschlaf…

… die klimafreundliche Wärmepumpe.

Getrieben von den Nachwehen der Studie 2000 verbaue ich, Joachim Schrader, Gebäudeenergieberater seit nun mehr zwanzig Jahren klimafreundliche Wärmepumpen. Im Geiste der Generation Golf war ich immer GRÜN und wollte auch den Rest der Welt davon überzeugen, dass ein Wandel in der Wärmeerzeugung stattfinden muss um den Klimawandel zu stoppen! Heute, trotz Fridays for Future, dem Klimapaket der Bundesregierung und dem Ausstieg aus der Kernenergie dringt die Energiewende viel zu langsam in den deutschen Heizungskeller vor.

Bereits vor 20 Jahren haben wir als Bauteam schon Wärmepumpen und Hybridgeräte (Lüftung Wärmepumpentechnik) wie die LWA 300 + LWZ 303 von Stiebel Eltron im STANDARD verbaut und nicht etwa als Sondermodul gegen Aufpreis. Ich als Energieberater kann es immer noch nicht fassen, dass heute immer noch Wärmeerzeuger mit fossilen Brennstoffen wie Gas und Heizöl überhaupt verbaut werden! Dankbar um Mitstreiter im Geiste habe ich folgende Interviews von mir bekannten, geschätzten, angesehenen + erfolgreichen Geschäftsführern aus der Branche gelesen.

Kai Schiefelbein, einer von zwei Geschäftsführern des Heizungskonzerns Stiebel Eltron ist gut im Geschäft, die Umsatzzahlen steigen. Dennoch macht er sich Sorgen und betonte in einem Interview mit dem Handelsblatt „Wenn sich nicht bald etwas ändert, sieht es in zehn Jahren düster aus für die deutsche Heizungsbranche. Mittlerweile weiß zwar jeder, dass wir Millionen Wärmepumpen brauchen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Aber solange Öl und Gas billiger sind als Strom, werden sich Wärmepumpen nicht durchsetzen“

Mit einem umweltfreundlichen Heizsystem nutzt man anstatt fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas, Wärme aus der Umgebungsluft, der Erde oder dem Grundwasser. Die Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank. Bei der Wärmepumpe wird einem Kältemittel die Wärme aus der Umgebung zugeführt und verdampft. Diese Wärme wird als gebundene Energie an den Heizwasserkreislauf abgegeben. Das Kältemittel verflüssigt sich, und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Wird die Wärmepumpe mit grünem Strom angetrieben, dann ist auch das Heizsystem komplett klimaneutral. Deswegen sind Wärmepumpen neben Bioenergie und Solarthermie ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Sie sind ressourcenschonend und einfach zu installieren. Wärmepumpen können mühelos fossile Heizsysteme ersetzen.

Leider bremsen hohe Stromkosten diese Technologie. Im Vergleich zu Frankreich, wo innerhalb der Europäischen Union die meisten Wärmepumpen verkauft werden, zahlen die Deutschen fast doppelt so viel für ihren Strom.

Matthias Deutsch von der Denkfabrik Agora Energiewende sagt: „2019 wurden 80.000 Wärmepumpen verkauft. Wir müssten aber jedes Jahr etwa 250.000 bis 500.000 verkaufen, um auf Zielkurs für die Klimaneutralität 2050 zu kommen.“

„Noch sind wir auf dem Markt vorn mit dabei, aber wie schnell eine solide Wettbewerbssituation verloren gehen kann, hat der Niedergang der deutschen Solarindustrie vor gut zehn Jahren drastisch vor Augen geführt“, mahnt Schiefelbein.

Auch der Rest der heimischen Hersteller investiert mittlerweile kräftig in die Wärmepumpentechnologie. Vaillant, Viessmann, Bosch-Buderus und andere haben erkannt, dass in dem Verkauf und der Installation von Öl- und Gasheizungen in der Zukunft nicht mehr das Hauptgeschäft liegen wird.

„Der Anteil an Wärmepumpentechnologie am gesamten Produktumsatz liegt heute bei rund zehn Prozent. Die Tendenz ist stark steigend“, sagt Vaillant-Chef Tillmann von Schroeter dem Handelsblatt. „Das Klimaschutzpotenzial, das in deutschen Kellern schlummert, ist riesig.“

Auch Frank Voßloh, Deutschlandchef des Heizungsriesen Viessmann sagt: „Die Wärmewende in Deutschland ist auf einem guten Weg. Aber insgesamt noch viel zu langsam.“

Lassen sie uns nicht warten!

Mit einer Wärmepumpe können sie nahezu klimaneutral heizen. Der CO2 Preis pro Tonne wird weiter steigen; ab 2025 auf 55 Euro und dann ist die Wärmepumpe ohnehin preislich wettbewerbsfähig zu fossilen Heizmöglichkeiten.

Dies sind die Zitate meiner geschätzten Mitstreiter. Wir als Werkgemeinschaft außerhalb der Industrie können uns erlauben noch einen Schritt weiter zu gehen. Wir bauen KfW 40+ Standards komplett klimaneutral.  Durch das Weglassen der wasserführenden Heizung, ist dies sogar kostengünstiger als nur geradeso mit fossilen Energieträgern den EnEV Standard zu erreichen.

Mein Team und ich beraten sie gerne, denn energetisch neutral Leben war schon IMMER unser Ziel! Wir, die Generation Golf!

Auf zur Energiewende – BAFA-Förderung für inVENTer-Lüftungsanlagen

Marktanreizprogramm 2020 

 BAFA-Förderprogramm 

 START DER ENERGIEWENDE FÜR IHRE HAUSTECHNIK: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung mit bis zu 45 % nicht rückzahlbarem Zuschuss, sofern diese mit einer förderfähigen Wärmepumpe kombiniert und regelungstechnisch gemeinsam betrieben werden. 

In 4 Schritten zur BAFA-Förderung für Lüftungsanlagen: 

+ Einbau einer Lüftungsanlage mit dezentralen inVENTer-Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung (alle Geräte der „iV-Reihe“) 

+ Ansteuerung der Anlage über die inVENTer-Basisregler sMove s4/s8 oder das Reglersystem inVENTer Connect 

+ Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe (fabrikatunabhängig) 

+ Regelungstechnische Kombination von Wärmepumpe und dem  inVENTer-Regelungssystem (sMove oder Connect)

Übersicht der BAFA-Zuschüsse: 

+ Modernisierung von Bestandsgebäuden (Ein- und Mehrfamilienhäuser):
35 % Förderung
45 % Förderung mit Austausch einer vorhandenen Ölheizung 

+ Neubau (Ein- und Mehrfamilienhäuser):
35 % Förderung 

Eine Beratung und die Beantragung zu den Förderprogrammen erfolgt durch unser Energieberater EXPERTEN -TEAM.

L Ü F T E N in Büros, Schulen + KITAS?

Die L Ö S U N G heißt :

IV Office IV 14 MaxAir

Neue dezentrale „Leistungsplusgeräte“ mit erhöhtem Luftvolumenstrom bis 90 m³/h von inVENTer!

inVENTer iV-Office
Stark & leise: Die Lüftung für Büro, Kita & Co

+ Extra stark: Luftvolumenstrom bis zu 90 m³/h
+ Schallschutz bis 52 dB dank Inventin®-Auskleidung
+ Geringe Leistungsaufnahme bis 5 W
+ 88 % Wärmerückgewinnung
+ Xenion® EFP für mehr Leistung
Das Datenblatt als PDF

Das Leistungsplusgerät inVENTer iV-Office ist ideal für die Belüftung größerer Gewerberäume wie Büros, Seminar- und Verkaufsräume, Bibliotheken und Kindergärten.

inVENTer iV14-MaxAir
Viel hilft viel – die Lüftung für große Räume

Extra stark: Luftvolumenstrom bis zu 90 m³/h
Geringe Leistungsaufnahme bis 5 W
88 % Wärmerückgewinnung
Neubau und Sanierung leicht gemacht: im 200er Rohr
Xenion® EFP für mehr Power
Das Datenblatt als PDF

Das zweite Leistungsplusgerät von inVENTer, der iV14-MaxAir,  sorgt in großen Gewerberäumen automatisch für einen hygienischen Luftaustausch.

Das Umweltministerium rät zum Lüften gegen Corona

Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren!

Das Umweltbundesamt hat am 12. August 2020 über die Kommission Innenraumlufthygiene eine Stellungnahme abgegeben!

Wir resümieren für Sie:

Das Virus bestimmt nunmehr seit einem halben Jahr unser gesellschaftliches Leben und stellt alles auf den Kopf. Jetzt, da der Herbst mit kalten + nassen Tagen naht, wird sich das private und gesellschaftliche Leben wieder vermehrt in Innenräume verlagern.

Ob Schul- oder Kitabetrieb, der ja leider fast wieder im Normalbetrieb in geschlossenen Räumlichkeiten von statten geht, oder Großraumbüros, Hörsäle, Sportstätten, Theater, Kinos + Restaurants – überall ist vermehrt mit Versammlungen und Veranstaltungen zu rechnen. Angesichts der weiter bestehenden SARS-CoV-2-Pandemie und wieder ansteigender Infektionszahlen sind in Innenräumen jedoch Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Wir zitieren wörtlich:

„Das sachgerechte Lüften und die sachgerechte Anwendung von Lüftungstechniken (RLT-Anlagen) spielen dabei neben dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln eine entscheidende Rolle.

+ Die folgenden Empfehlungen der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) am Umweltbundesamt sollen Raumnutzenden und Gebäudebetreibenden helfen, sich richtig zu verhalten, um das Risiko für SARS-CoV-2-Übertragungen und damit auch das Risiko für daraus resultierende Erkrankungen deutlich zu verringern.

Die pandemische Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 hat unser privates, berufliches und gesellschaftliches Leben massiv beeinflusst und beeinträchtigt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ebenso wie eine Gruppe internationaler Wissenschaftler*innen den möglichen Übertragungsweg von SARS-CoV-2 über Aerosole in der Luft erkannt und beschrieben [1, 2].

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass SARSCoV-2 neben der direkten Tröpfcheninfektion auch über luftgetragene Partikel übertragen werden kann [3].

Das RKI nennt als Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen [1].

Die Zahl und die Durchmesser der von einem Menschen erzeugten, potenziell virushaltigen Partikel hängt stark von der Atemfrequenz und der Aktivit.t ab [4]. Selbst bei ruhiger Atmung können virushaltige Partikel freigesetzt werden. Das Infektionsrisiko wird durch gleichzeitige Aktivitäten vieler Personen in Gebäuden bzw. durch den Aufenthalt vieler Personen auf engem Raum begünstigt. Zu den Aktivitäten, die vermehrt Partikel freisetzen, gehören lautes Sprechen, Rufen, Singen, sportliche Aktivität oder auch lautstarke Unterstützung bei Sportveranstaltungen.

Betroffen sind unter anderem Schulen, Sport- und Konzerthallen und diverse Veranstaltungsräume.

Coronaviren selbst haben einen Durchmesser von ca. 0,12-0,16 μm (Mikrometer), werden aber meist als Bestandteil grösserer Partikel emittiert. Im medizinischen Sprachgebrauch werden diese Partikel häufig in „Tröpfchen“ (Durchmesser > 5 μm) bzw. „Aerosole“ (Durchmesser < 5 μm) unterschieden (man spricht üblicherweise von Tröpfchen-Infektionen). Bezüglich ihrer Eigenschaften gibt es jedoch keine scharfe Grenze zwischen „Tröpfchen“ bzw. „Aerosolen“, der Übergang ist fliessend. Ausserdem verändern sich die in die Umgebung freigesetzten Aerosolpartikel je nach Umgebungsbedingungen bezüglich ihrer Grösse und Zusammensetzung.

Theoretisch würde ein Flüssigkeitströpfchen mit einem Durchmesser von 100 μm, das in Atemhöhe (ca. 1,5 m) den Atemtrakt verlässt, innerhalb von wenigen Sekunden zu Boden sinken. An der Luft schrumpfen die exhalierten Tröpfchen in der Regel jedoch rasch infolge der Verdunstung eines Grossteils ihres Wasseranteils. Dabei entstehen kleinere Partikel, die deutlich länger – unter Umständen mehrere Stunden – in der Luft verbleiben können. Unter Laborbedingungen wurde festgestellt, dass vermehrungsfähige Viren in luftgetragenen Partikeln bis zu 3 Stunden nach der Freisetzung nachweisbar sind [5]. In der Aussenluft werden potenziell virushaltige Partikel in Verbindung mit den fast immer vorhandenen Luftbewegungen (Wind, Turbulenzen) rasch verdünnt. Dadurch ist das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole im Aussenbereich sehr gering, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird.

In Mitteleuropa spielt sich ein Grossteil unseres Tagesablaufs, ca. 80-90%, jedoch nicht im Freien, sondern in geschlossenen Räumen ab. Die Aufenthaltsorte wechseln dabei von der Wohnung, über Transportmittel (Busse, Bahn, PKW) zum Arbeitsplatz (z.B. Büros), Schulen, Universitäten, Einkaufsräumen, Kinos, Theater etc. Das Raumklima in Innenräumen und Verkehrsmittelkabinen wird durch die Temperatur, relative Luftfeuchte, Luftbewegungen und den Luftwechsel beeinflusst, die von den Umgebungsbedingungen, wesentlich aber von der vorgesehenen Nutzung abhängen.

Nur in den wenigsten Fällen kann in Innenräumen von ruhender Luft ausgegangen werden. Die Bewegung von luftgetragenen Partikeln wird daher weniger durch Deposition (Sedimentationsprozesse) und Diffusion (physikalische Verteilung), sondern vielmehr durch Luftströmungen bestimmt. Strömungen entstehen durch Luftzufuhr und -verteilung beim Öffnen von Fenstern und Türen („freies“ Lüften), über technische Lüftungseinrichtungen (RLTAnlagen), aber auch durch Temperaturunterschiede (Konvektion). Ferner spielen Temperatur und Druckunterschiede zwischen der Innen- und Aussenluft eine wichtige Rolle für Luftbewegungen.

Auch menschliche Bewegung und Tätigkeiten (Kochen, Reinigen) führen zu Luftbewegungen im Innenraum. Daher können Partikel innerhalb kurzer Zeit über mehrere Meter transportiert und im Innenraum verteilt werden. Das gilt auch für potenziell virushaltige Partikel.

+ Im Sinne des Infektionsschutzes sollten Innenräume mit einem möglichst hohen Luftaustausch und Frischluftanteil versorgt werden. Dies gilt gleichermaßen für freies Lüften über Fenster wie beim Einsatz von raumlufttechnischen (RLT-) Anlagen. Raumlufttechnische (RLT-) Anlagen sollen frische Luft unabhängig von Nutzereinflüssen von aussen den Räumen zuführen (Zuluft) und die „verbrauchte“ Luft (Abluft) aus den Räumen nach draussen befördern. Oftmals wird jedoch ein Teil der Abluft wieder der Zuluft beigemengt (Umluft). RLT-Anlagen können ohne und mit zusätzlicher Klimatisierung (Raumkühlung, Erwärmung, Ent- und Befeuchtung) arbeiten.

Eine möglichst hohe Frischluftzufuhr ist eine der wirksamsten Methoden, potenziell virushaltige Aerosole aus Innenräumen zu entfernen.

Lüftungsanlagen, die mit einem hohen Umluftanteil betrieben werden, stellen unter bestimmten Umständen eine Gefahrenquelle dar. Bei einem hohen Umluftanteil in RLT-Anlagen in Verbindung mit unzureichender Filterung (siehe unten) kann es, wenn sich eine oder mehrere infizierte Personen, die Erreger ausscheiden, im Raum aufhalten, über die Zeit zu einer Anreicherung von infektiösen Aerosolen in der Luft kommen. Es gibt Hinweise, dass ein SARSCoV-2 Ausbruch im industriellen Produktionsbereich auf einen hohen Umluftanteil der dortigen RLT-Anlage zurückzuführen sein könnte [6]. Erhöhte Sicherheit kann durch Abscheidung und damit Entfernung der Partikel aus dem Umluftstrom mittels hochabscheidender Schwebstofffilter (HEPA-Filter) der Klassen H 13 und H 14 erreicht werden. Diese finden sich üblicherweise aber nur bei dreistufigen Filteranlagen wie etwa in OP-Sälen in Krankenhäusern

(siehe Anmerkungen unten).

Die Luftwechselrate ist definiert als die pro Zeiteinheit mit dem Raumvolumen ausgetauschte Luftmenge. Eine Luftwechselzahl von 1 pro Stunde (h-1) bedeutet, dass z.B. bei einem Raum von 50 m. Volumen pro Stunde 50 m. Luft bei konstantem Druck zu- und abgeführt wird.

Theoretischen Betrachtungen zufolge verringert sich die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Innenraum freigesetzte Stoffmenge bei einem Luftwechsel von 1 pro Stunde innerhalb einer Stunde um ca. 60%, bei höheren Luftwechselraten entsprechend mehr. Dies gilt auch für z.B. durch Niesen freigesetzte Partikel. Intensives Lüften reduziert die Menge potenziell infektiöser Aerosole deutlich. Auch Partikel, die laufend durch die ruhige Atmung von Personen in Innenräumen entstehen, werden bei höherem Luftwechsel entsprechend schneller entfernt bzw. verdünnt. Neben der Luftwechselrate ist, wie bereits    beschrieben, auch die Art der Luftführung (Luftströmungen und -turbulenzen, bei RLT-Anlagen: Anteil von Frischluft bzw. Umluft) entscheidend für den Abtransport von Aerosolen aus dem Innenraum.

In natürlich belüfteten Räumen herrscht bei geschlossenen Fenstern und Türen meist nur ein geringer Luftwechsel von 0,01 – 0,3 pro Stunde (in älteren Gebäuden etwas mehr, in modernen, energieeffizienten Gebäuden ohne Lüftungstechnik eher weniger). Lüftungsanlagen im Wohnungsbau und in Büros sind meist auf einen Luftwechsel von 0,4 – 0,6 pro Stunde eingestellt. RLT-Anlagen im Wohnungsbau sind bis heute jedoch eher selten. Um das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen zu verringern, ist bei natürlich belüfteten Räumen (ohne Lüftungstechnik) eine zusätzliche Lüftung durch die Nutzer*innen erforderlich.

+ Die folgenden Faustregeln, die aus Messungen und praktischen Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten im Bereich Wohnungs- und Schullüftung zum Abtransport chemischer und biologischer Kontaminationen resultieren, können dabei Anwendung finden:

Wohnungen:

Für den täglichen Gebrauch gilt, dass ein effektiver Luftaustausch in Wohnungen (übliche Grössen, relativ geringe Personenbelegung, normale Wohnnutzung ohne Besucher) durch das Lüften über weit geöffnete Fenster (Stosslüftung) für  mindestens 10-15 Minuten (im Sommer 20-30 Minuten, im Winter bei grossen Temperaturdifferenzen zwischen Innen und Aussen können auch 5 Minuten reichen) erzielt wird. Im Sommer verbessert sich bei hohen Aussentemperaturen der Luftaustausch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Noch effektiver ist das Querstromlüften mittels Öffnens gegenüberliegender Fenster. Dann wird die Luft im Raum meist binnen weniger Minuten vollständig ausgetauscht. Bei Anwesenheit vieler Personen im Raum (z.B. Familienbesuch) empfiehlt sich während der Besuchsdauer zu Lüften.

Schulen:

Bei Klassenraumgrössen von ca. 60-75 m3 und einer Schüleranzahl von üblicherweise 20-30 Kindern pro Klasse gilt folgendes. Hier soll in jeder (!) Unterrichtspause intensiv bei weit geöfffneten Fenstern gelüftet werden [7], bei Unterrichtseinheiten von mehr als 45 Minuten Dauer, d.h. auch in Doppelstunden oder wenn nur eine kurze Pause (5 Minuten) zwischen den Unterrichtseinheiten vorgesehen ist, auch während des Unterrichtes. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es durch die Lüftung nicht zu einer Verbreitung potenziell infektiöser Aerosole in andere Räume kommt. Ist z. B. wegen nicht vorhandener Fenster im Flur keine Querlüftung möglich, soll die Tür zum Flur geschlossen bleiben. Sind raumlufttechnische Anlagen in den Schulen vorhanden, sollten diese bei der derzeitigen Pandemie möglichst durchgehend laufen (vgl. Anmerkungen zu Lüftungsanlagen weiter unten). CO2-Sensoren (Erklärung siehe unten) können helfen, die Lüftungsnotwendigkeit rasch zu erkennen.

+ Kommt es während des Unterrichts bei geschlossenen Fenstern bei einzelnen Personen zu Krankheitssymptomen wie wiederholtes Niesen oder Husten sollte unmittelbar gelüftet werden (Stosslüftung wie oben beschrieben). Das gilt im Übrigen auch zu Hause oder im Büro.

Der Einsatz von mobilen Luftreinigern mit integrierten HEPA-Filtern in Klassenräumen reicht nach Ansicht der IRK nicht aus, um wirkungsvoll über die gesamte Unterrichtsdauer Schwebepartikel (z. B. Viren) aus der Raumluft zu entfernen. Dazu wäre eine exakte Erfassung der Luftführung und -strömung im Raum ebenso erforderlich, wie eine gezielte Platzierung der mobilen Geräte. Auch die Höhe des Luftdurchsatzes müsste exakt an die örtlichen Gegebenheiten und Raumbelegung angepasst sein. Der Einsatz solcher Geräte kann Lüftungsmassnahmen somit nicht ersetzen und sollte allenfalls dazu flankierend in solchen Fällen erfolgen, wo eine besonders hohe Anzahl an Schülerinnen und Schülern (z.B. aufgrund von Zusammenlegungen verschiedener Klassen wegen Erkrankung des Lehrkörpers) sich gleichzeitig im Raum aufhält. Eine Behandlung der Luftinhaltsstoffe Mittels Ozon oder UV-Lichtwird aus gesundheitlichen ebenso wie aus Sicherheitsgründen von der IRK abgelehnt. Durch Ozonung und UV-induzierte Reaktionen organischer Substanzen können nicht vorhersagbare Sekundärverbindungen in die Raumluft freigesetzt werden [13]. Beim UV-C sind es auch vor allem Sicherheitsaspekte, weshalb der Einsatz im nicht gewerblichen Bereich unterbleiben sollte.

Sporträume:

Auch in Räumen, in denen Menschen gemeinsam sportlich aktiv sind, muss eine effektive Lüftung sichergestellt sein. Schon bei geringer Belastung ist die Atemfrequenz gegenüber der Situation in Ruhe deutlich erh.ht. Die Menge an emittierten Partikeln über die Atmung steigt mit der körperlichen Aktivit.t [3]. Daher werden für derartige Räume generell Luftwechselzahlen von 5 pro Stunde oder höher empfohlen [8]. Allerdings sollten dabei keine Zugerscheinungen im Raum auftreten.

Beim Neubau oder der Sanierung von Schulen empfiehlt das Umweltbundesamt zum Erreichen einer guten Raumluftqualit.t im Unterricht den Einbau von Lüftungsanlagen [9].

Generell sollte beim Einsatz von RLT-Anlagen in Schulen immer auch die Öffnung der Fenster möglich sein, schon um die Akzeptanz für Lüftungstechniken (einige Menschen haben Beklemmung sich in Räumen aufzuhalten, bei denen sie nicht selbst Lüften können) zu erhöhen.

RLT-Anlagen mit Befeuchtungsfunktion sollten so eingestellt werden, dass in den Räumen eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % erreicht wird – dies ist aus hygienischer Sicht (und unabhängig von den Herausforderungen mit SARS-CoV-2) der Idealbereich für den Aufenthalt im Innenraum. Trockenere Luft (unter 20-30 % rel. Feuchte) führt zu einem vermehrten Austrocknen der Atemwege der Nutzer*innen. Zu   Luft (je nach Jahreszeit oberhalb von 50-55 % (Winter) oder 60 % (Sommer)) kann wiederum mittel- und langfristig das Schimmelwachstum in Innenräumen begünstigen [10]. Das gilt in Schulen, Wohnungen und Büros gleichermassen grundsätzlich ist darauf zu achten, dass zentrale Lüftungsanlagen regelmässig durch Fachpersonal gewartet und hinsichtlich ihrer korrekten Funktion überprüft werden. Durch unzureichende Instandhaltung können beispielsweise Fehlströmungen auftreten, die dazu führen, dass Abluft aus einem Gebäudebereich als Zuluft in einen anderen Gebäudebereich gelangen kann. In solchen Fällen w.re eine Verbreitung von Viren über die Lüftungsanlage theoretisch nicht ausgeschlossen.

Es macht unter Nachhaltigkeitsaspekten (Energieverbrauch, Betriebskosten) keinen Sinn, RLTAnlagen immer unter Volllast (technisch je nach Anlage höchstmöglicher Luftvolumenstrom) laufen zu lassen. Bedarfsgerechte Regelungen berücksichtigen unterschiedliche Belastungssituationen der Raumluft und regeln den Luftvolumenstrom entsprechend [9].

+ Zur Reduzierung des Risikos einer Übertragung von SARS-CoV-2 empfiehlt die IRK, in Räumen, in denen sich Personen aufhalten, möglichst entweder nur Zuluft von außen (100 % Frischluft) zuzuführen, oder bei RLT-Anlagen mit Umluftanteil die Anlagen mit zusätzlicher Filterung (HEPA-Filter) zu versehen.

Dies ist jedoch bei bestehenden Anlagen mit lediglich zwei Filterstufen, wie sie in Büros, Restaurants oder Veranstaltungshallen üblich sind, oft nicht ohne grössere technische Eingriffe möglich. Zweitstufige Anlagen reichen zur wirksamen Retention von virushaltigen Partikeln nicht aus. Besonders brisant wirkt sich dies beim Umluftanteil aus. Um infektiöse Partikel wirksam zurückzuhalten, bedarf es einer dritten Filterstufe mit hochabscheidenden Filtern (HEPA), die zudem regelmässig zu wechseln sind.

+ Können RLT-Anlagen nicht nachgerüstet werden, bleibt kurzfristig nur das zusätzliche Lüften bei Bedarf über die Fenster und mittelfristig der Umbau der Anlagentechnik.

In Räumen mit hoher Personenbelegung, wie z. B. Schulen, können sogenannte CO2-Ampeln als grober Anhaltspunkt für gute oder schlechte Lüftung dienen. Kohlendioxid (CO2) gilt seit langem als guter Indikator für den Luftwechsel, eine CO2-Konzentration von höchstens 1000 ppm (0,1 Vol-%) zeigt unter normalen Bedingungen einen hygienisch ausreichenden Luftwechsel an [7,

9]. CO2-Ampeln können somit einen raschen und einfachen Hinweis liefern, ob und wann Lüftung notwendig ist. Der Einsatz von CO2-Ampeln ist besonders für Schulen zu empfehlen, da die wenigsten Schulen bis heute über RLT-Anlagen verfügen. Dabei sollten die RLT-Anlagen bereits bei der Planung so ausgelegt sein, dass sie im Mittel über die Dauer einer Unterrichtseinheit 1000 ppm CO2 einhalten. An diesem Wert sollten sich auch die CO2-Ampeln orientieren.

Die Installation von CO2-Sensoren bedeutet allerdings nicht, dass eine CO2-Konzentration kleiner 1000 ppm grundsätzlich vor der Infektion mit SARS-CoV-2 schützt. Umgekehrt weisen aber CO2- Konzentrationen deutlich oder dauerhaft grösser als 1000 ppm in Schulen, aber auch in Büros und Privathaushalten, auf ein unzureichendes Lüftungsmanagement mit potenziell erhöhtem Infektionsrisiko hin. Dies gilt nicht nur für Fensterlüftung, sondern auch beim Betrieb von Lüftungsanlagen, die, wenn sie korrekt eingestellt und dimensioniert sind, Vorteile bieten [9].

Inzwischen wurde wissenschaftlich belegt, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung die Freisetzung infektiöser Aerosole reduziert bzw. verzögert [11]. Die konsequente Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen kann Bestandteil einer Strategie sein, die Ausbreitung von SARSCoV- 2 zu verlangsamen [1;12]. Der Wirkungsgrad dieser Mund-Nasen-Bedeckung nimmt mit der Partikelgrösse der ausgeatmeten Partikel zu. Kleinere Partikel werden weniger gut zurückgehalten als grössere.

+ Die IRK macht deutlich, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in Innenräumen nur dann ausreichend wirksam sind, wenn gleichzeitig für einen angemessenen Luftaustausch über Fensterlüftung oder Lüftungstechnik im Raum gesorgt wird.

Angemessen bedeutet in der derzeitigen Situation für eine möglichst hohe Zuführung von Frischluft zu sorgen, welche eine Innenraumluftqualit.t möglichst annähernd an die Assenluft herstellt. SARS-CoV-2 stellt unsere Gesellschaft vor unerwartete und gänzlich neue logistische Herausforderungen.

Mittlerweile haben wir erkannt, dass in unzureichend belüfteten Innenräumen das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 erhöht sein kann. Neben der Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln [1] und dem Tragen einer Mund- Nasen-Bedeckung kann dieses Risiko durch konsequente Lüftung und sachgerechten Einsatz von Lüftungstechniken in Innenräumen deutlich reduziert werden, auch wenn dadurch kein 100 prozentiger Schutz vor Infektionen mit SARS-CoV-2 in Innenräumen erreicht werden kann.“

Umweltbundesamt, Gesch.ftsführung der Kommission Innenraumlufthygiene, Direktor und Professor Dr.-Ing. H.-J. Moriske,  Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-RoІlau

Stand: 12. August 2020

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